Nachtrag zum Durchschlag

Edding 500 Permanent Marker auf 21 x 14,8 cm (90 g/qm Oxford Oktavheft liniert).
Wegen der bereits vorhandenen Linierung der einzig verfügbaren Heftsorte hatte ich einen Zeichenstift ausgewählt, der diese Linieatur markant und kräftig dominiert, so dass sie in der Zeichnung kaum eine Rolle spielt. Wenn man aber mit einem schwarzen Permanent Marker auf gewöhnlichem Schreibpapier zeichnet, schlägt das Motiv mehr oder weniger stark auf die Rückseite durch. Das liegt zum einen an der geringen Opazität, also dem Grad der »Lichtdurchlässigkeit« des Papiers, zum anderen an den chemischen Zusätzen in der Tusche, durch die die Papierschicht stets durchtränkt wird. Habe deshalb zwischen meinen Skizzen immer eine Doppelseite frei gelassen. So ist das Oktavheft schnell voll geworden. Nichtsdestoweniger sehen die Rückseiten fast immer interessant aus. Hin und wieder sogar spannender als die entsprechenden Vorderseiten, wobei auch eine Rolle spielt, wie die Doppelseiten-Hälften jeweils zufällig zusammenfinden. Außerdem sind auch die differenzierten Tonwerte und die dunkleren Stellen von Strichen reizvoll, an denen die Stiftspitze etwas länger auf der Papieroberfläche ruhte. Auf diese Weise ist der Rhythmus beim Zeichnen nachträglich ablesbar.

Über Al

Kommunikationsdesigner und Lehrer. Wuppertal (Deutschland)
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