Archiv der Kategorie: Landschaft

Sayn oder nicht sein

Micro-, Fine- und Broad-Tintenroller und Buntstiftstummel auf 28 x 9 cm (140 g/qm Reiseskizzenbuch A6 quer).

»Die Festung, die Blankenberg genannt wird«, soll in einem zeitgenössischen Dokument erstmals 1181 als »castrum quod blanckenberge dicitur« erwähnt sein. Damals wollten wohl die Erbauer Graf Heinrich I. und Graf Everhard I. von Sayn mit ihrer weithin sichtbaren Festung die in der nicht weit von hier entfernten Burg über der Wupper zwischen Solingen und Remscheid residierenden Grafen von Berg beeindrucken. Nach 841 Jahren ist das Monstrum wie zu erwarten längst zur Ruine verfallen und im Besitz der Stadt Hennef, die sich eifrig um die Restaurierung der Anlage bemüht. Ich nehme heute Nachmittag diese Geschichte angesichts der verbliebenen Reste zur Kenntnis und stehe dabei am Ende ganz schön im Spätsommerregen.

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Sternenwanderer in Nebra

6B Graphitstift, Wassertankpinsel und Aquarellfarben auf 21 x 29,7 cm (200 g/qm Aquarell-Skizzenbuch A5).

Mein Sohn hatte mir zum Geburtstag ein Ticket für das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle geschenkt, dessen hervorragendes Ausstellungskonzept ich sehr schätze. Das komplexe Bildprogramm der hier im Original ausgestellten Himmelsscheibe von Nebra gibt der Forschung zum Teil noch immer ungelöste Rätsel auf. Der Museumsdirektor und Landesarchäologe Harald Meller hat mit seinem Team eine faszinierende, aber nicht unangefochtene Deutungshypothese aufgestellt, die jetzt in einer Sonderausstellung durch lokale und international zusammengetragene archäologische Funde dokumentiert und umfassend untermauert wird: Die vernetzten Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Entstehungsgeschichte der etwa 3800 Jahre alten Himmelsscheibe auf zwei ausgedehnte Expeditionen oder Fernreisen eines oder mehrerer junger Fürsten der frühen bronzezeitlichen Aunjetitzer Kultur bis in den vorderen Orient – vielleicht nach Babylon – oder auch bis nach Ägypten zurückgehen könnte. Das auf diesen abenteuerlichen Reisen im Tausch gegen kostbare Gastgeschenke aus baltischem Bernstein erworbene technische, astronomische und religiöse Geheimwissen sei nach der Rückkehr durch den Fürsten auf der Himmelsscheibe als eine Art Memogramm festgehalten und zum Auf- und Ausbau erster zentralistischer Machtstrukturen in dieser Region mit weitreichenden politischen Verbindungen genutzt worden, deren Fortbestand hier allerdings nur über einige wenige Herrschergenerationen hinweg erhalten werden konnte.
Nachdem wir uns gestern diese Ausstellung Neue Horizonte angesehen haben, sind wir heute am Fundort der Himmelsscheibe auf dem Mittelberg bei Nebra unterwegs. Es wird eine ausgedehnte Wanderung bei wunderbar sonnigem Herbstwetter. Als mir schließlich das schöne Zeichenlicht ausgeht, brauchen wir zur Erklärung dieses allabendlichen Phänomens nicht unbedingt einen ägyptischen Sonnenbarkenmythos und auch nicht die Assoziation eines biblischen Flutrettungsgefährts. Vielmehr scheint die Sonne wie schon immer hinter den grünen Hügeln im Westen abzutauchen, ganz einfach weil sich unser Heimatplanet in 23 Stunden, 56 Minuten und 4,1 Sekunden gegen den Uhrzeigersinn in Richtung Osten einmal um die eigene Rotationsachse dreht und dabei in einem Jahr um den zentralen Stern unseres Sonnensystems herumwandert. Jedenfalls müssen wir beiden Allgemeinwissenden uns jetzt erst mal warm anziehen.

Wassertankpinsel mit grauer Zeichentinte, schwarzer Brush Pen, Aquarellfarben und Buntstiftstummel auf 21 x 29,7 cm (200 g/qm Aquarell-Skizzenbuch A5).
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Baumlehnen

Wassertankpinsel mit grauer Zeichentinte auf 21 x 14,8 cm (96 g/qm kleines Skizzenheft A6).
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ins Wanken geraten

2B-Bleistift und Micro-Tintenroller auf 21 x 14,8 cm (200 g/qm Aquarellskizzenbuch A5 quer).

»Zum Trost der frommen Seelen« verkündet der Kartuschentext des barocken Wegekreuzes, an dem ich heute Nachmittag vorbeikomme. Windschief und mit drei Eisenstangen notdürftig daran gehindert, nach hinten wegzukippen, steht es zwischen zwei alten Linden im Düsseler Feld oberhalb der Ortschaft.

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heute noch Februar

9B Graphitstift auf 21 x 14,8 cm (96 g/qm kleines Skizzenheft A6).

Der Himmel am heutigen Schalttagabend gegen 18.36 Uhr 51°15’50.4″N – 7°03’32.4″E (Wülfrath-Düssel). Es ist schon fast dunkel. Vor schnell ziehenden Wolken heben sich die Baumwipfel mit ihrem feinen Ästegewirr nur noch als aufrechte Silhouetten ab.

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Tesselweer #12

9B Graphitstift und Aquarellfarben auf 21 x 14,8 cm (200 g/qm Aquarellskizzenbuch A5 quer).

Wo sich Schatten ausbreiten, da muss es auch eine besondere Lichtquelle geben. Nach dem schaurigen Regentag gestern beginnt mein 61. Geburtstag vielversprechend.

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Endzeitstimmung

Cretacolor Monolith 9B Graphitstift und Aquarellfarben auf 42 x 14,8 cm (200 g/qm Hahnemühle Watercolour Book A5 quer).

Gleich prasselt der Platzregen los – volle Breitseite.

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Tesselweer #11

Cretacolor Monolith 9B Graphitstift und Aquarellfarben auf 28 x 21,7 cm (270 g/qm Stillman & Birn Beta Series Softcover Sketchbook A5).

Noch mehr bestes Erntewetter.

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Tesselweer #10

Cretacolor Monolith 9B Graphitstift auf 21 x 14,8 cm (96 g/qm Canson Artbook Inspiration Skizzenheft A6).
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Morgennebel

2B Bleistift auf 30,5 x 22,9 cm (150 g/qm Stillman & Birn Alpha Series Spiral Sketchbook).

Das Eiland wartet auf Farben. Ich auch.

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