3 x ten minutes older

Wassertankpinsel mit grauer Zeichentinte, schwarzer Brush Pen und Aquarellfarben auf 29,7 x 21 cm (300 g/qm Aquarellpapier, kaltgepresst)

Wir sitzen auf der Mühlenstraße hinter dem Langenberger Bürgerhaus und zeichnen ein paar Gebäude jenseits des Hardenberger Bachs. Drei Burschen schlurfen vorbei. Einer fragt, ob ich ihn porträtieren könne. Ich habe keine Zeit mehr, einen nach dem anderen zu zeichnen, also wenn überhaupt, dann gleich alle drei zusammen. Sie setzen sich brav auf die Treppe und halten tatsächlich 20 Minuten still. Ich frage nach, wie diese Straße heißt. »Die Meile.« Aha. Als ich fertig bin, kopieren sie sich meine Zeichnung ins Smartphone und ziehen zufrieden ab. 10 Minuten später kommen noch zwei von der Sorte. Sie haben erfahren, »dass man sich hier zeichnen lassen kann«. Hätten ihre Kumpels auf Insta gepostet. Oha! Velbert-Langenberg fühlt sich heute ein bisschen an wie Place du Tertre.

Über Al

Kommunikationsdesigner und Lehrer. Wuppertal (Deutschland)
Dieser Beitrag wurde unter freihand vor Ort, Helldunkel, Leute, Urban Sketching veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu 3 x ten minutes older

  1. Margret Stolz sagt:

    War schön, dabeigewesen zu sein, auch wenn ich es nur am Rande mitgekriegt habe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.